**** Anthrax waren in den Jahren 1985 bis 1987 TOP - "Among the living" ist ein Meisterwerk des groovigen Thrashmetals...
1988 kehrten Anthrax mit ihrem 4. Studioalbum "State of Euphoria" zurück; man erwartete gespannt die neue Scheibe, das Augenmerk war auf die Band gerichtet, denn in den Jahren 1986/87 explodierte die Thrashwelle vollkommen und die Musik war auf der Höhe der Zeit. Leider konnte "State of Euphoria" die Erwartungen nicht erfüllen und scheiterte beim verwöhnten Publikum! Klar, die Scheibe ist nicht schlecht und verkaufte sich auch sehr gut, erntete sogar die Charts - doch verglichen mit den 2 Vorgängern und vorallem dem harten Nachfolger "Persistence of time", klingt die Scheibe relativ einfallslos und über weite Stecken schwach. Tracks wie "Out of sight, out of mind" oder auch "Schism" sind unspektakulär und verhältnismässig uninspiriert und schmalbrüstig - um nicht zu sagen langweilig! Zudem ist die stumpfe Produktion der Scheibe relativ saftlos geraten - vergleicht mal mit dem Nachfolger "Persistence.." oder anderen Scheiben aus dem Jahr 1988 - Metallicas "...and justice for all" mal genommen; da versuchte man etwas neues, das meiner Meinung nach auch funktioniert hat! "State of Euphoria" versinkt in einem breiigen Sound, wirkt dadurch weitgehendst schlapp - doch wie erwähnt liegt das auch am ungenügenden Songwriting! Immerhin kann der Knaller "Anti-Social" noch was reissen und reiht sich bei den Anthrax Klassikern ein! Auch "Finale" klappt bestens.
...vielleicht müsste die Platte auch einfach mal remastert werden (wenn noch nicht geschehen) und dann müsste man nochmals hören.
Dies ist für mich die schwächste Anthrax Scheibe mit Belladonna; zwischen den beiden Meisterwerken "Among the living" und "Persistence of time" wirkt die Platte unscheinbar und klein, schwach und lasch. Für eine andere Kapelle wäre das sicher eine gute Scheibe gewesen - für Anthrax jedoch, die so stark vorgelegt hatten, ist das lediglich eine durchschnittliche Arbeit. Direkte 4*! Doch der Nachfolger holte die Kohlen wieder locker aus dem Feuer! |